Alles auf blau

Wie alles begann

An dem Tag, als klar wurde, dass es so nicht mehr weitergeht, duftete es im Auto nach frisch gebackenem Käsekuchen. Ich war auf dem Weg in die Redaktion. Ankommen sollte ich dort nicht. Nicht an diesem Tag und auch nicht in den kommenden Wochen und Monaten. An einer Kreuzung sprang die Ampel auf Rot. Das Herz raste, auf der Stirn bildeten sich Schweißperlen. Ich hatte das Gefühl, umzukippen. Dabei saß ich ja. Das Blickfeld war eingeengt. Die Geräuschkulisse des morgendlichen Wahnsinns auf den Straßen war ohrenbetäubend und stumm zugleich. Dumpf und hässlich. Und dann war da diese Sperre im Kopf, wie eine unendlich hohe Mauer, direkt vor mir. Ich setzte den Blinker, verließ den Weg, der zur Arbeit führte, und fuhr geradewegs zum Arzt. Es war ein Montag Mitte November 2017. 

 

An diesem Montag wurde mir klar, dass sich etwas ändern muss. Dass ich mich ändern muss. 

 

Um die Vorgeschichte kurz zu machen: Ich mache blau. Schluss mit dem Job, Schluss mit Berlin. Festanstellung gekündigt, Wohnung verkauft. Und weil das Meer in Deutschland mehr grau als blau ist, werde ich ans Mittelmeer übersiedeln. Oder konkreter: auf das Mittelmeer. Blauwassersegeln. Es zieht mich in die Türkei. Ein Land, das ich trotz aller Turbulenzen seit mehr als 25 Jahren in mein Herz geschlossen habe. Und das ich für eines, wenn nicht das beste Segelrevier im Mittelmeer halte. Nette Menschen, hübsche Orte, einsame Buchten und kristallklares Wasser. 

 

Ich habe Haus gegen Segelboot getauscht. Nicht einen Tag habe ich seitdem meinen Entschluss bereut.

 

Was seitdem alles passiert ist, lest Ihr in meinem Blog.

 

 

Bis dahin

Jens

 

Was gerade läuft

30.12.22: Wir haben uns etwas eingefangen. Nein, keine Grippe, sondern eine Plane mitten auf dem Atlantik. Also die Dilly-Dally. Dummerweise hat die Welle dabei etwas gelitten und ist aus dem Takt geraten. Der Doktor war schon einmal da, jetzt haben wir eine Einweisung ins Boots-Krankenhaus, also das Trockendock. Am Montag soll die OP starten. Also noch einmal liften. Wir hoffen, dass es bei einem ambulanten Eingriff im Kran bleibt. Schade ist nur, dass sich unsere kleine Flottille derweil auflöst. Einige wollen direkt von den Kanaren in die Karibik, andere haben ihren Weg auf die Kapverden bereits fortgesetzt. Wir zuckeln dann hinterher sobald es geht. Das Gute aber ist, so haben wir die Möglichkeit, dass unsere andere Freunde einholen, mit denen es dann gemeinsam weitergehen könnte. Wir werden sehen....


24.12.22: FROHES FEST! Wir sind froh, endlich wieder in der Sonne zu sein und freuen uns auf ein paar ruhige Tage auf Lanzarote. Naja, und Deutschland. Wegen eines leidigen Ämterganges lässt sich ein kleiner Zwischenstopp im deutschen Behördendschungel nicht vermeiden. 


22.12.22: So eine mehrtägige Überfahrt auf dem Atlantik bleibt nicht ohne Hindernisse. Wir haben uns etwas eingefangen, nein, keine Erkältung, sondern eine Plastikplane in der Schraube. Aber dabei bleibt es nicht. Leider. Wir hadern wieder mal mit der Elektrik. Und dann verpassen wir auch noch ein Windfenster. Wie wir auf dem Ozean unsere Wetterdaten per Iridium Go abrufen, zeigen wir in dem Video. Und wie wir unsere Buddy-Boats im Auge behalten, auch wenn sie längst außer Sicht- und AIS-Weite sind.


17.12.22: Es regnet und stürmt in Gibraltar. Keine Chance auf die Kanaren zu kommen. Fast glauben wir schon, Weihnachten und auch Sylvester hier verbringen zu müssen. Immerhin sind wir nicht allein. Mittlerweile wartet eine kleine Flottille auf bessere Wetter. Langweilig wird es nicht. Nicht nur draußen schüttet es, auch unter Deck haben wir eine kleine Tropfsteinhöhle. Und versagen auch noch alle Laptops. Die Feuchtigkeit auf dem Boot macht ihnen zu schaffen. Und dann öffnet es sich doch noch - das Wetterfenster. Es ist alles andere als perfekt, aber machbar. Wir brechen auf Richtung Kanaren. 600 Meilen liegen vor uns. Doch schon am zweiten Tag haben wir das erste Problem. Die Welle macht merkwürdige Geräusche. Haben wir etwas gerammt oder ein Fischernetz in der Schraube? Serkan geht der baden, mitten auf dem Atlantik, um der Sache auf den Grund zu gehen.


16.11.2022: Wie es ausschaut geht es morgen auf den Atlantik. Das Wetter ist nicht unbedingt gut, aber wenn wir bei Gibraltar nicht versauern und Silvester feiern wollen, müssen wir los. Wir segeln nicht alleine, sondern es haben sich einige Yachten gefunden, die alle das gleiche Ziel haben. Wer unsere Reise auf dem Atlantik verfolgen möchte, kann über den unten stehenden Link einen Blick auf unsere Position werfen.  Im Idealfall wird unsere Position alle Stunde über das Satellitentelefon aktualisiert. https://forecast.predictwind.com/tracking/display/SV-DillyDally/


02.12.22: Es hat länger gedauert als gedacht. Aber wir sind da. Am westlichsten Punkt des Mittelmeeres. Wir liegen vor Gibraltar. Der Affenfelsen glänzt in der untergehenden Sonne, die sich im Westen im Atlantik glutrot versenkt, als wir am Abend die Meerenge von Gibraltar nach 140 Seemeilen erreichen. Es war ein herrlicher Schlag. 24 Stunden zog uns der Parasailor durchs Meer, stundenlang begleiteten uns Delphine und auch zwei Wale tauchten nur drei Meter neben unserem Boot auf. Nach einer kurzen Schrecksekunde war aber klar, es sind keine Orcas (welche wissen wir aber auch nicht). Friedlich überholten sie uns. Bewegte und bewegende Wochen und Monate liegen hinter uns. Vieles verlief anders als erhofft. Wir haderten mit Rückschlägen und Reparaturen. Mit Wind und Wetter. Wir erlebten Stürme und Gewitter. Und es gab Momente, in denen wir alles in Frage stellten. Aber dann waren da diese vielen wunderbaren Momente, die schönen Tage und Wochen an herrlichen Orten und vor allem die vielen interessanten, netten und liebenswürdigen Menschen, die wir auf unserer Reise belang kennenlernen durften. Wie sagte unser südafrikanischer Freund Mark: "Menschen machen Orte!" Und da hat er vollkommen Recht.


30.11.22: Nach zwei schweren Wochen kehrt langsam das Lachen zurück an Bord der Dilly-Dally. Und das haben wir vor allem unseren neuen und alten Freunden in Almerimar zu verdanken. Auch an dieser Stelle: Danke dafür! Langsam (aber sicher nicht endgültig) nähern sich auch die Reparaturen, Instandsetzungen und Neuerungen an Bord dem Ende. Wir haben den neuen Autopiloten installiert, neue Geber für Wind, Tiefe und Geschwindigkeit eingebaut, das Boot noch einmal aus dem Wasser gehoben - und hoffen nun, dass es bald weitergeht Richtung Gibraltar. Unterstützung haben wir von Serkan bekommen, meinem Bootsnachbarn aus der Türkei, der uns die nächsten Etappen begleiten wird und schon kräftig unter und an Deck werkelt. Da wir eine neue Rettungsinsel gekauft haben, ebenso wie einige andere Boote, haben wir kurzerhand den ersten Advent zum Badetag erkoren - und unsere alten, abgelaufenen Rettungsinseln getestet und geübt, was im Ernstfall zu tun ist.


19.11.22: Wir sind unendlich traurig! Dieses Video sollte eigentlich "Almerimar - Das schwarze Loch" heißen. Es ist eigentlich ein unbeschwertes Video, mit tollen Leuten, die wir hier kennengelernt haben. Leider wurde daraus "Der traurigste Tag". Denn wir sind nur noch zu Dritt. Oğluş, unser Bordkater, ist von uns gegangen. Die Aufnahmen zu diesem Video sind vor dem Unglück entstanden. Deshalb sind wir im Video noch gewohnt unbeschwert. Das sollen unsere Videos eigentlich auch sein. Wir haben lange überlegt, überhaupt Oğluş' Ableben zu thematisieren. Aber es gehören eben auch traurige Erlebnisse zu unserer Reise, wie wir jetzt lernen mussten. Leider. Und er gehörte zu unserer kleinen Familie - wie jeder andere an Bord. Von daher können wir sein Schicksal nicht unerwähnt lassen.


10.11.22: Endlich heißt es Leinen los in Cartagena. Die kostspieligen Arbeiten an Bord sind erledigt. Wir haben auf Lithium-Batterien umgerüstet, der Wasserboiler läuft statt zu lecken, die Elektrik scheint endlich im Griff und auch der Autopilot ist repariert. Nichtsdestotrotz warten in Almerimar noch weitere Bootjobs. Der Hafen im Süden Spaniens ist Anlaufpunkt für die meisten Segler, die über den Atlantik wollen. Hier werden die Boote vor dem großen Schlag noch einmal auf Vordermann gebracht. Und so treffen wir hier auf alte und neue Freunde. Und auch unser Bordkater trifft einen alten Bekannten aus der Türkei, fernab der Heimat. Das Wiedersehen endet feuchtfröhlich - in einer stattlichen Hafenkeilerei landen beide Katzen im Wasser.


04.11.22: Wir liegen immer noch in Cartagena. Zwar sind ein großer Teil der notwendigen Arbeiten bereits erledigt, aber wie immer steckt der Teufel im Detail. Oder konkreter: in der Lieferkette fest. Also müssen wir - mal wieder - warten. Aber wir schon so oft, hätte es uns schlechter treffen können. Cartagena ist eine tolle und interessante Stadt voller Leben. Und so lernen wir eine spanische Großstadt (220.000 Einwohner) fernab des Massentourismus kennen. Okay, die Kreuzfahrtschiffe, die hier andocken, mal ausgeblendet.


25.10.22: Eigentlich wollen wir nach Almerimar, um die Dilly-Dally fit für den Atlantik zu machen. Aber da der Autopilot auf der Fahrt entlang der spanischen Küste vollkommen seinen Dienst quittiert, laufen wir erstmal Cartagena an. Eine Entscheidung, die wir nicht bereuen. Es gibt Bootsausrüster, Handwerker und eine Bootswerft, die allem Anschein nach fachkundiges Personal hat. Zumindest hat der Elektriker, der an Bord kommt, direkt den Durchblick, was bei uns falsch läuft. Auch kann er den Motor unseres Autopiloten reparieren. Zudem bekommen wir endlich Ersatz für den auf Sardinien durchgerosteten Warmwasserboiler. Und wir entscheiden uns, die Batterien zu erneuern. Wir rüsten um auf Lithium. Die Zeit bis zum Umbau nutzen wir, um andere Arbeiten zu erledigen. Motorinspektion, Dichtungen ersetzen, Schläuche und Ventile tauschen, die Steuerungsdrähte checken. Die Liste scheint endlos lang.



22.10.22: Mittlerweile liegen über 2000 Seemeilen seit unserer Abreise aus der Türkei in unserem Kielwasser. Das spanische Festland rückt immer näher und damit auch die Meerenge von Gibraltar - das Tor zum Atlantik. Die Liste der Reparaturen, Instandsetzungen und Erneuerungen des Equipments wird immer länger. Unser nächstes Ziel ist Almerimar, wo wir die Liste abarbeiten wollen. Doch erst einmal segeln wir über die Balearen. Von Menorca über Mallorca nach Ibiza - und dann nach Cap d'Or, am spanischen Festland. Überwegs erleben wir den besten Segeltag, seit wir aufgebrochen sind. Und das nicht nur, weil wir zwei Mahi Mahi an Bord ziehen. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Und der legt sich - wieder mal - über den Autopiloten und die Elektrik.



12.10.22: Viva España! Neues Land, alte Probleme. Aber endlich hat es geklappt, wir sind auf Menorca. Nach einigen Reparaturen auf Sardinien, machen wir uns auf nach Spanien. Knapp 200 Seemeilen liegen vor uns. Das Wetterfenster ist nicht optimal, weil wenig Wind, aber sagen wir so: Besser wird es nicht! Bis zur Abenddämmerung verläuft alles nach Plan. Aber dann setzt wieder der Autopilot aus, später springt die Maschine nicht an. Es ist wie verhext. In der Dunkelheit erreichen wir aber sicher Menorca. Mittlerweile haben wir auch den Motor zum Laufen bekommen. Doch dann sitzen wir beim Ankern plötzlich auf Sand. Immerhin macht uns Bordhund Cingene eine riesengroße Freude bei der Überfahrt. Um einen Elektriker an Bord zu holen, fahren wir nach Mahon, die Hauptstadt Menorcas. Und die begeistert uns sehr. Ganz im Gegensatz zu dem Technical Service, der zwar anscheinend das Problem findet, warum der Motor nicht anspringen will. Uns aber gleich noch eine Batterie aufschwatzen will, die wir gar nicht brauchen. Das wäre ja noch in Ordnung, würde er nicht 550 Euro für die Batterie aufrufen, die üblicherweise nur die Hälfte kostet. Dummerweise verpassen wir auch noch das nächste Wetterfenster, um nach Mallorca weiter zu fahren. Und dann streikt wieder der Autopilot...


09.10.22: Das Leben auf einem Boot besteht nicht nur aus Segeln, Sonne, Schwimmen und Cocktails. Nein, vielmehr geht es um Probleme, Probleme und Probleme. Da eine Schlechtwetterfront aufzieht und wir unseren Liegeplatz in Alghero auf Sardinien verlassen müssen, müssen wir einen neuen, bezahlbaren Hafen finden. Aber das ist noch unser kleinstes Problem. Kaum angekommen hört die Wasserpumpe nicht mehr auf zu rattern. Leck im System oder eine defekte Pumpe? Nach drei Stunden und Dutzenden Flüchen ist die neue Pumpe eingebaut, das Problem aber immer noch da. Zur Ablenkung beginnt es zu regnen. Nicht nur draußen, sondern auch unter Deck. Und dann haben wir auch noch Wasser im Motorraum. Das Rinnsal führt uns zum Wasserboiler, der anscheinend durchgerostet ist. Na prima. Als wäre das nicht genug Freizeitbeschäftigung, gibt es auch noch ein Problem mit der Bordelektrik. Die gute Nachricht ist, ein neues Wetterfenster für die Überfahrt auf die Balearen kündigt sich an. Die schlechte, wir müssen uns mit den Arbeiten sputen, um es nicht zu verpassen. Das kann ja heiter werden….

Hier geht es zum ganzen Text.


01.10.22: Dass wir einmal in einem Hafen auf Sardinien liegen und uns an Marty McFly und Doc Brown erinnert fühlen, damit haben wir nicht gerechnet. Allerdings wollen wir nicht „Zurück in die Zukunft“, wie die beiden Helden aus dem Science-Fiction-Blockbuster von 1985. Wir wollen einfach nur los. Auf die Balearen. Aber wir hadern mit unserem „Flux-Kompensator“, der im Film das Kernstück der Zeitmaschine war. An Bord der Dilly-Dally haben wir zwar keinen richtigen Flux-Kompensator, der uns Reisen durch die Zeit ermöglicht wie in dem Filmklassiker aus den 80er-Jahren, dafür aber einen Fluxgate-Kompass, der es uns ermöglichen soll, von Insel zu Insel zu segeln, ohne selbst am Steuer zu sitzen.

Die ganze Geschichte in Worten, wie immer am Samstag, gibt es auf Floatmagazin.de zu lesen.


22.09.22: Heute sollte es Richtung Balearen gehen. Das Wetterfenster ist perfekt, achterliche Winde in perfekter Stärke für unseren Parasailor. Doch das Schicksal lost uns noch einige Tage in Sardinien zu. Auf der Fahrt in eine Bucht nördlich von Alghero, wo wir endlich unseren Freund Jan treffen, streikt der Autopilot. Die Fehlermeldungen wechseln von "No Data" zu "No Camp" und zu "No Pilot". Und ganz ehrlich, ohne Autopilot wollen wir die anstehenden 200 Seemeilen zu den Balearen nicht angehen. Also fahren wir nach Alghero, diese herrliche Stadt an der Nordwestküste Sardiniens, und finden in Salvatore einen freundlichen Fachmann, der sich unseres Problems annimmt. Seine Diagnose stützt unsere Vermutung. Der Flutgate-Kompass ist im Ar..., äh, defekt. Das Problem ist nur: Woher einen neuen nehmen. Kein Problem, sagt Salvatore, der im Hauptberuf Lehrer ist. Er hat noch einen. Kaum liegen wir am Stadt-Kai, wo wir übrigens für fünf Tage kostenlos festmachen dürfen, da steht auch schon Salvatore an Bord. Flugs tauscht er den Flug-Kompass aus - und siehe da: Der Autopilot erwacht zum Leben. Um 9 Uhr am nächsten Morgen stechen wir in See, Seite an Seite mit Jans Makamae. Doch die Freude währt nur Minuten. Der Autopilot tut so, als wäre er bei der Lufthansa angestellt. Er streikt mal wieder. Und so kehren wir um. Jan verschwindet derweil am Horizont. Das Dumme ist nur: Das perfekte Wetterfenster schließt sich bereits in ein paar Stunden...


20.09.22: Heute ist ein besonderer Tag. Nicht nur weil das neue Video über unsere Zeit auf Sardinien und Korsika erschienen ist, nein, heute feiern wir Geburtstag. Um genau zu sein, gleich zwei Geburtstage: den von Arzum und von Cingene. Happy Birthday!


17.09.22: Und für Freunde des geschriebenen Wortes gibt es jeden Samstag auf www.floatmagazin.de unseren Erfahrungsbericht zum Video der Woche, das in der Regel dienstags erscheint. Hier geht es zum aktuellen Bericht über unsere Fahrt von Sizilien nach Sardinien. 


13.09.22: Sizilien hat uns mit Italien versöhnt. Jetzt geht es nach Sardinien. Doch zwischen den beiden Inseln liegen erst Mal knapp 180 Seemeilen und einige Gewitter, die es abzuwarten gilt.


10.09.22: Schockverliebt in Sizilien! Auch wenn Italien uns an den ersten Tagen gar nicht so recht gefallen wollte, hat die Zeit auf Sizilien und insbesondere in Palermo alles wieder wettgemacht. Wie es uns ergangen ist, steht im neuen Artikel auf Float. Hier geht es zum Bericht. 


03.08.22: Vom Unwetter ins Ankerchaos - davon handelt der nächste Teil unseres Abenteuers, über das wir auf Float berichten. Hier geht es zum Text. 


02.09.22: Wir sind auf Sardinien angekommen. Die Überfahrt war - zum Glück - unspektakulär. Leider war auch kein Wind. Das heißt, 160 Seemeilen unter Motor. Langweilig! Sardinien empfängt uns mit langen Sandstränden und traumhaftem Wasser. So soll es sein!


29.08.22: Wir sind auf dem Weg nach Sardinien. Morgen Nachmittag dürften wir die Insel erreichen. Wir hoffen, diesmal ohne Gewitter. Die Prognosen sehen gut aus. Gestern haben wir noch mal einen Tag vor San Vito lo Capo an der Nordwest-Seite Siziliens vor Anker verlängern müssen, da eine große Gewitterfront von Sardinien zu uns herüberzog. Wir, wie auch die anderen Boote vor Anker, hatten Glück. Kurz vor uns teilte sich Front und zog westlich wie östlich an uns vorbei. Alles, was wir mitbekamen waren kräftige Windböen und etwas Regen. Und natürlich ein spektakuläres Naturerlebnis in bunten Farben. Wenn man nicht direkt im Gewitter ist, ist es schon ein sensationelles Erlebnis. 


28.08.22: Die Überfahrt von Griechenland nach Athen war ein Alptraum. Wir kamen in ein Mega-Gewitter. Wie wir die Passage erlebt haben, das steht auf Float. Hier geht es zum Text.


27.08.22: Einmal im Leben muss man als Segler durch den Korinth-Kanal. Sagen viele. Na gut, dann machen wir das. Wie es war, das erfahrt Ihr in diesem Teil unseres Reiseberichts im Float-Magazin. Hier geht es zum Text.


26.08.22: Palermo! Wir gönnen uns eine kleine Auszeit und verbringen drei Tage und Nächte in Palermo. Die Stadt mit ihrem morbiden Charme begeistert uns. Wir liegen direkt vor der Altstadt, keine fünf Minuten sind es vom Boot in die quirligen Gassen der sizilianischen Hauptstadt. Wir schlemmen uns durch die Streetfood-Märkte, genießen Cocktails in den lauen Spätsommernächten. Einfach nur herrlich. Dabei hatte es gar nicht so gut begonnen. Für das Anlegen am Steg mit viel Seitenwind benötige ich 10 bis 15 Anläufe. Hafenkino vom Feinsten. Drei verschiedene Plätze werden uns nacheinander angewiesen bis wir endlich das Boot am Steg haben. Leider sprechen die meisten Italiener kein Englisch, weshalb es oft zu Missverständnissen kommt. Und so konnten wir auch nicht erklären, dass wir keinen Bowthruster haben und eben manche Stegplätze unerreichbar sind, zumal mit einem kleinen Langkiel und einen enormen Radeffekt. Aber Ende gut, alles gut. 


20.08.22: Wir hatten die Hosen voll. Bei unserer Überfahrt von Griechenland nach Italien (220 Seemeilen, rund 400 Kilometer) sahen wir uns mitten in der Nacht plötzlich von einer riesigen Gewitterfront konfrontiert. Das Video dazu ist jetzt online. 


19.08.22: Wir werden nicht warm mit Italien und das bei Temperaturen um die 40 Grad. Erst die Gewitter bei der Überfahrt und der Ankunft, die einige Orte an Land unter Wasser gesetzt haben, dann die hohe Luftfeuchtigkeit, die den Himmel grau erscheinen lässt und immer wieder neue Gewitter vermuten lässt. Dann sind die Liparischen Inseln so gnadenlos überfüllt, dass gar nicht daran zu denken zu ist, einen Platz in einem Hafen zu bekommen. Immer dieselbe Antwort: Booked out. Hinzu kommen hunderte hochmotorisierte Ausflugsboote, die jedes Ankerfeld in ein Wellenbad verwandeln. Letzte Nacht dann das totale Chaos: Die Ost-Bucht der Insel Vulcano bietet vielleicht sicheren Platz für 20, maximal 30 Boote. Als die Sonne im Meer versinkt liegen aber 60 Boote hier. Das Feld ist so eng, dass viele Segler nur wenig Kette stecken, viel zu wenig Kette. Auch fahren sie die Kette nicht einmal ein. Und der Wind soll in der Nacht drehen. Nach einem schmalen Streifen mit einer Wassertiefe von bis zu 15 Metern, fällt der Grund gleich stark ab. Auf über 30 Meter. Nichtsdestotrotz beschließen viele Crews, zum Essen an Land zu fahren. Dann bricht das Chaos aus. Der Wind dreht, etliche Yachten treiben (teils führerlos) durch das Feld der Ankerlieger, Dinghyleinen verfangen sich in Schrauben, überall Geschrei und hektisches Kettenklappern, Lichtkegel von Scheinwerfern wabern durch die Luft. Dazu ein teuflischer, beißender Schwefelgeruch, da der Vulkan eine erhöhte Aktivität aufweist. Teile der Insel sind bereits gesperrt, im November wurde die Insel sogar für eine Zeit evakuiert. Und jetzt weht der Wind auch noch direkt vom Krater zu uns herunter. Dazu die Wellen von kreuzenden Fähren. Herrlich!

 

 

Auch wenn unser Anker dicht am Abgrund sitzt, hält er.  Wir peilen zu anderen Booten, haben zwei Ankeralarme aktiviert, checken permanent unseren Schwoikreis. Alles scheint gut. Aber dann treibt eine kleine Yacht mit einer italienischen Familie genau auf unseren Bug. Auch hier hat sich Spielgerät wie Schwimmreifen für die Kinder, das am Heck trieb, im Propeller verfangen. Mit vereinten Kräften können wir größeren Schaden abwehren. Aber ich habe Angst, dass die Kraft von zwei Booten im zunehmenden Wind, unseren Anker überlastet. Aber er hält. 

 

Immer wieder kommen neue Yachten, die eben erst den Halt verloren haben oder aus einer anderen Bucht geflohen seien müssen, und wollen zwischen uns und einer italienischen Yacht ankern, obwohl dort, je nach Windbö, kein Platz ist. Und so beginnt eine weitere schlaflose Nacht, um größeres Unheil abzuwenden. Arzum läuft mehrmals zum Bug, wedelt mit dem Scheinwerfer, warnt und mahnt. 

 

Aber wir wollen nicht meckern. Eine Yacht, die direkt hinter uns lag, eine Amel Santorini, hat sich losgerissen, die Crew ist an Land. Später sehen wir, dass ein Dinghy auf dem Weg zur abdriftenden Yacht. Es kommt aber nicht vom Land, sondern aus dem Ankerfeld. Was aus der Yacht geworden ist? Keine Ahnung! Wir haben sie nicht mehr gesehen. 


14.08.22: Wir sind in Italien! Nach zwei Nächten und anderthalb Tagen haben wir Kalabrien erreicht. Die Überfahrt war der blanke Horror. Wir wollten die Perseiden und den Vollmond bewundern, stattdessen hagelte es Blitze wie aus dem Stroboskop in einer Vorstadt-Disco zu den Bässen von Scooter. Noch nie habe ich solch gewaltige Gewitterzellen gesehen. Schon gar nicht aus der Nähe, schon gar nicht bei Nacht, mitten auf dem Meer. Ich hatte die Hosen gestrichen voll. Noch voller war nur der Backofen, gestopft  mit all unserem Elektrokrams, der im Falle eines Blitzeinschlags, Smartphones, Laptops, Navi-Instrumente wie ein Faraday'scher Käfig beschützen sollte. Aber ich will nicht vorgreifen. Hier erstmal das Video zu unserer Reise - von Athen bis ins Ionische Meer. Und wer glaubt, wir haben immer gute Laune, weil wir meist lachen, der wird eines besseren belehrt :)


12.08.2022: Wir haben gerade die Segel gesetzt, um von Griechenland nach Sizilien überzusetzen. Wir rechnen mit 44 Stunden Fahrt. Mit den letzten Mobilfunkwellen erreichte uns der Float-Artikel über unsere Fahrt durch die Kykladen. Wir hoffen, dass es bei dieser Überfahrt etwas ruhiger bleibt. Und hier geht es zu den Float-Artikeln. 


09.08.22: Einmal den Korinth-Kanal zu passieren, das ist der Traum vieler Segler. Und in der Tat, es ist ein Erlebnis. Angefangen von der Gebühr, die man zahlen muss. Denn der Korinth-Kanal ist auf die Strecke von sechs Kilometern umgerechnet, der teuerste Kanal der Welt. In einem Extra-Video haben wir alles über die Preise, das Prozedere und das Erlebnis festgehalten. Weil wir auch Anfragen von englischsprachigen Seglern hatten, gibt es das Video zweimal. Einmal auf Deutsch, einmal in Englisch. 


 07.08.22: Und hier ist auch schon der dritte Teil unserer Reise, veröffentlicht beim Floatmagazin. Hier geht es zu allen bislang erschienen Teilen. Viel Spaß beim Lesen!


05.08.22: Heute ist der zweite Teil über unsere Reise auf Floatmagazin.de  erschienen. Thema: Unsere  Abreise, die alles andere als geplant verlief. Der dritte Teil folgt in Kürze.


04.08.22: Drei Tage Athen haben wir uns gegönnt, um die Stadt ein bisschen zu erkunden und ein paar Erledigungen zu machen. Natürlich hatten wir von der Krise gehört, waren dann aber doch überrascht, dass einige Häuser im bester Lage ziemlich runtergekommen waren. Das hier im Bild steht auf einem Hügel mitten in der Stadt. Da kann man doch mehr draus machen....


01.08.22: Wir sind nicht allein. Auf unserer Reise von der Türkei und hoffentlich Ende des Jahres über den Atlantik begleitet uns das Float-Magazin. Hier der erste Teil unserer Reise. Oder besser: die etwas holperige Vorbereitung dazu.


01.08.22: Wir haben uns aus der Ägäis ein Souvenir mitgenommen. Den Wind. Eigentlich hatten wir gehofft, nach dem Meltemi erstmal ein wenig verschnaufen zu können, doch jetzt liegen wir kurz vor Athen in einer Bucht und uns blasen immer noch 25 Knoten um die Ohren. Als wir die vergangenen Tage den Windbericht gecheckt hatten, war hier immer Windstille. Aber vielleicht ist ja auch ganz gut. So ist die Hitze sehr erträglich. Mann trägt Mütze. 


31.07.2022: Nach ein paar entspannten Tagen auf Paros, um den Meltemi etwas abzuwarten, segeln wir weiter Richtung Kythnos - Kurs Nordwest. Vor uns liegen 52 sm abwechslungsreiches Segeln und auch Motoren. Mal haben wir in Böen 32 Knoten Wind, mal Flaute bei anhaltender Welle. Nichtsdestotrotz können wir das meiste herrlich am Wind segeln - mit auf die Hälfte gerefftem Groß und dem zweiten Reff in der Rollgenua. Unser Ziel ist eine Insel im Nordwesten der Insel. Leider haben auch andere das Ziel. Die Buchten sind gnadenlos überfüllt. Aber für eine Nacht sind wir nicht wählerisch.


28.07.22: Für das floatmagazin.de haben wir auf den ersten paar hundert Meilen unseres Törns die Navigations-App Savvy Navvy getestet. Die Briten wollen das GoogleMaps für Segler werden. Und in der Tat hat die App einige gute Tools. Aber nicht alles konnte im Test überzeugen. Das Wetterrouting tat sich schwer. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass auch die anderen WetterApps, die wir nutzen, allen voran PredictWind, sich an diesen Tagen bei Meltemi nicht von ihrer besten Seite zeigten. Hier geht es zum Text. 


27.07.22: Wir sind auf Paros angekommen, im Herzen der Kykladen. Die Überfahrt war wieder einmal stürmisch. Eigentlich nicht verwunderlich, allerdings hatten allen Windmodelle etwas anderes vorhergesagt. Eigentlich wollten wir nach Mykonos. Höhe gewinnen für die beiden letzten Etappen in der Ägäis. Doch der Wind verblies uns nach Paros. Hier liegen wir in einer extrem gut geschützten Bucht mit einigen Seglern und noch mehr Megayachten. Unserem Alter entsprechend sitzen wir, wie Senioren am Wohnzimmerfenster mit Blick auf die Straße, an Bord und schauen den Neureichen und Hässlichen zu (gibt es eigentlich Studien, die den Zusammenhang zwischen Konto- und Kilostand ergründen?). Gerade kam wieder eine nette Yacht in die Bucht. Mietpreis pro Woche: 1.000.000 Euro! Wenn wir all unsere Ersparnisse zusammenkratzen, können wir den Pott für etwa 7 Stunden chartern. Die Frage ist nur: Ist da der Sprit schon mit einberechnet? 


25.07.22: Nach zwei Tagen auf Levitha, einer kleiner Insel in der Ägäis mit nur sieben Einwohnern (und kaum bis kein Mobilfunkempfang) sind wir über Donousa (auch kein Empfang) heute noch Paros gesegelt. Eigentlich wollten wir nach Mykonos, um etwas Höhe zu gewinnen für die Weiterfahrt. Aber keine Chance. Statt der angesagten Böen mit bis zu 25 Knoten blies es zeitweise konstant über 30 Knoten, dann plötzlich war der Wind weg, aber eine eklige Welle stand noch. Jetzt liegen wir mit vielen anderen Yachten in einer Bucht vis-a-vis zu Naoussa. Auf dem Meer dagegen sieht man nur wenig Segel.


21.07.22: Schöne Nachrichten vom Buchreport. "Tausche Büro gegen Boot" klettert auf Platz 11 der Reiseliteratur-Bestsellerliste.Damit habe ich sogar Hape Kerkeling auf dem Jakobsweg  abgehängt (gut, der wandert schon seit Jahren mit dem Buch durch die Bestsellerlisten). Aber immerhin eine späte Genugtuung für all die einfallslosen Überschriften in Magazinen und Zeitungen, die. mit dem Titel gespielt haben - bei so ziemlich jedem Rücktritt. 


21.07.22: Eigentlich wollten wir heute in der Früh nach Levitha segeln. Eigentlich. Aber der Meltemi blies die ganze Nacht mit um die 30 Knoten. Keine angenehme Nacht. Und auch morgens um 7 Uhr ist das Meer bedeckt von weißen Schaumkronen. Wir beschließen, einen weiteren Tag zu bleiben. Der wiederum ist wider Erwarten relativ ruhig. Doch mit der Dämmerung ist er wieder da - der Meletemi. Um kurz nach 22 Uhr kracht eine Bö mit knapp 40 Knoten auf die Dilly-Dally. Alles vibriert, alles zittert. Wie es scheint wird wohl auch diese Nacht etwas unruhig. 


20.07.22: Katze nach Meltemi-Fahrt. Ich glaube, es hat ihr gefallen. 


19.07.22: Wir bewegen uns langsam Richtung Westen. Sehr langsam. Mittlerweile hat der Meltemi in der Ägäis eingesetzt und bläst lustige Schaumkronen auf das Meer. Wir hangeln uns von Wetterfenster zu Wetterfenster, von Insel zu Insel. Von Kastellorizo nach Rhodos, von Rhodos nach Symi und nun liegen wir seit drei Tagen auf Kos, wo wir zufällig auf alte Bekannte treffen.


Ältere Beiträge findest Du im Blog!

Einfach hier klicken...




als Wirtschaftsjournalist,

August 2018

als Segler,

August 2019


Das bin ich

Jens Brambusch, geboren 1972 in Düsseldorf und aufgewachsen im beschaulichen Celle in der Lüneburger Heide, ist (beziehungsweise: war) im Hauptberuf Journalist. Das Fernweh trieb ihn während seines Studiums der Islamwissenschaften und Arabistik immer wieder an exotische Orte. Er studierte in Ramallah (Palästina), Izmir (Türkei) und sogar in Würzburg (Bayern), schrieb währenddessen für diverse nationale und internationale Medien.

 

Nach dem Volontariat bei der Regionalzeitung Main-Post und reichlich Erfahrung in der Kleintierzüchter- und Feuwerwehrberichterstattungsszene schlich er sich Anfang 2005 bei der ‚Financial Times Deutschland‘ (FTD) als Blattmacher für das Politikressort ein. Später kümmerte er sich als  Seite-1-Redakteur um die Titelseite der FTD. Da das Dasein als eine Art Schaufensterdekorateur für eine Tageszeitung zwar interessant, aber auf Dauer nicht befriedigend war, wechselte er 2008 in das Reporterteam. Sein Schwerpunkt: Wirtschaftskriminalität. Nach dem Aus der FTD Ende 2012 zog er mit der Redaktion des Wirtschaftsmagazins ‚Capital‘ von der Elbe an die Spree, wurde dort aber nie richtig heimisch. Das Meer war einfach zu weit entfernt. 

 

Brambuschs Reportagen wurden für den Deutschen Journalistenpreis (2012 und 2017), den Ernst-Schneider-Preis (2017) oder den Medienpreis Mittelstand (2018) nominiert. 2014 gewann er den Deutschen Wirtschaftsfilmpreis mit dem WDR-Team von Plusminus und 2016 den Medienpreis Luft- und Raumfahrt. Seit 2015 ist er Mitglied der Jury „Investigativ“ beim Nannen-Preis. 

 

Privat liebt Brambusch das Wasser. Als Jugendlicher ruderte er täglich, war Deutscher Meister im Leichtgewichtsvierer und Leichtgewichtsachter. Jetzt, da er schwerer ist, segelt er lieber. Zur Entspannung auf dem Müggelsee oder besser noch: auf dem Mittelmeer. Die Begeisterung für das Segeln ist angeboren. Schon als Kind schleppten ihn seine Eltern jede Ferien und jedes Wochenende auf das Familienboot. Mit 16 Jahren machte er die ersten Sportbootführerscheine, um fortan selbst mit Freunden segeln zu gehen. Dass dabei das Familienboot mehrmals Schaden nahm, ist natürlich nur dem jugendlichen Leichtsinn zuzuschreiben.

 

Wenn er Action sucht, steigt er in seinen Strandsegelwagen und brettert mit über 100 Stundenkilometern über die Sandbank von Sankt Peter-Ording. Beim Yachtclub Sankt Peter-Ording ist er seit Jahren für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. In den vergangenen Jahren hat er sich mehrfach für Europa- und Weltmeisterschaften qualifiziert, was weniger seinem Talent geschuldet ist, als der zahlenmäßig überschaubaren Konkurrenz in Deutschland. International treibt er das Feld dann erbarmungslos vor sich her und ruht sich auf dem olympischen Gedanken aus. 

  

Brambusch, kinderlos und ungebunden, lebte zuletzt in Hamburg und in Berlin. Und seit Oktober 2018 in der Türkei.