NEU IM BÜCHERREGAL

Ich freue mich riesig!

"Rollkofferterroristen - Die Selbstironische Abrechnung eines Berliner Airbnb-Gastgebers" kommt endlich auf den Markt, herausgegeben vom  DuMont-Verlag. 

Wann? Ab dem 15. September

Wo? Überall im Buchhandel

Und worum geht's?

Jens Brambusch vermietet seine Berliner Wohnung – bei Airbnb. Ein spontaner Einfall, der mit Bestbewertungen und einem prall gefüllten Konto belohnt wird. Alles ist perfekt! Doch schon bald kommen erste Zweifel auf. Der Autor erlebt hautnah mit, wie die Gäste den Hausfrieden stören: durch Rollkoffer-Geklapper, Partylärm und die Kapitulation vor der Mülltrennung. Dann kündigt sich Besuch aus Finnland an: Niko und seine sieben Freunde fallen wie eine Horde brandschatzender Wikinger in die Wohnung ein. Und ehe sich der Autor versieht, befindet er sich auf einer waghalsigen Flucht durch Berlin – vor seinen eigenen Gästen.
Skurrile Anekdoten und ein schonungslos ehrlicher Blick hinter die perfekte Fassade des Airbnb-Gastergebertums.

 

Übrigens: Rollkofferterroristen gibt es auch als Hörbuch

 

 


Rezensionen


Bergische Buchhandlung via Instagram:

 

"Jens Brambusch hat in seinem Leben schon viel erlebt. Als Reporter für die Financial Times Deutschland war er oft in der Welt unterwegs und lernte dabei die unterschiedlichsten Menschen und Persönlichkeiten kennen. Als die Wirtschaftszeitung 2012 eingestellt wird, verschlägt es ihn von Hamburg nach Berlin und damit in ein spannendes Abenteuer der ganz anderen Art.
Auf der Suche nach einer geeigneten Wohnung entscheidet er sich für eine gemütliche Zweizimmerwohnung in Berlin Friedrichshain. Das unschlagbare Kaufargument: Die Kneipe „Kneipe“ im Vorderhaus, die zu seinem zweiten Wohnzimmer wird. Als später dann auch noch die Wohnung über ihm frei wird kommt ihm die Idee, die erste Wohnung über Airbnb zu vermieten und selbst in die Wohnung darüber einzuziehen.
80 Quadratmeter im Hinterhaus eines Berliner Altbaus, knarzende Dielen und hohe Decken – die besten Voraussetzungen also, seinen Plan in die Tat umzusetzen. 
Mit viel Liebe zum Detail richtet er die Wohnung ein. Schließlich kommen die ersten Gäste und seine Zeit als nebenberuflicher Hobby-Hotelier. Immer mit dabei ist die Besitzerin und selbsternannte Königin der „Kneipe“, Uschi, die ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Der Plan geht auf. Sein spontaner Einfall wird schnell mit netten Gästen, Bestbewertungen und dem ein oder anderen Euro auf dem Konto belohnt. 
Alles läuft so hervorragend, dass er die Horrorgeschichten, die er gehört und gelesen hat, schon ins Reich der Mythen wähnt. Doch dann kommt Nadav…
Die Begegnung ist nur eine von vielen skurrilen Episoden, die Jens Brambusch gekonnt, sarkastisch, unfassbar witzig und intelligent in Sprache zu verpacken weiß. Ein Journalist, der sein Handwerk versteht. 
Für mich ein kurzweiliges Lesevergnügen an einem sonnigen Wochenende!
Fünf Jahre hat Jens Brambusch Berlin ausgehalten, danach hat er nicht nur der Stadt, sondern auch Deutschland den Rücken gekehrt. Seitdem lebt er auf einem Segelboot in der Türkei.🇹🇷

 


Aus der Emdener Zeitung, 21.08.2021


Aus: Welt.de, 07.09.2021

Auch Vermieter haben es nicht leicht, vor allem, wenn sie ihre Ferienwohnung mitten in Berlin-Friedrichshain, einem Szenekiez und Epizentrum des Partytourismus, anbieten. So, wie Jens Brambusch, ein Journalist, der sich eine Zeit lang nebenberuflich als Hobby-Hotelier versuchte und über seine Erlebnisse ein Buch schrieb mit dem Titel „Rollkofferterroristen“.

 

Hier geht es zum Interview


Im Eigenverlag erschienen


Alles auf blau

 

An dem Tag, als klar wurde, dass es so nicht mehr weitergeht, duftete es im Auto nach frisch gebackenem Käsekuchen. Ich war auf dem Weg in die Redaktion. Ankommen sollte ich dort nicht. Nicht an diesem Tag und auch nicht in den kommenden Wochen und Monaten. An einer Kreuzung sprang die Ampel auf Rot. Das Herz raste, auf der Stirn bildeten sich Schweißperlen. Ich hatte das Gefühl, umzukippen. Dabei saß ich ja. Das Blickfeld war eingeengt. Die Geräuschkulisse des morgendlichen Wahnsinns auf den Straßen war ohrenbetäubend und stumm zugleich. Dumpf und hässlich. Und dann war da diese Sperre im Kopf, wie eine unendlich hohe Mauer, direkt vor mir. Ich setzte den Blinker, verließ den Weg, der zur Arbeit führte, und fuhr geradewegs zum Arzt. Es war ein Montag Mitte November 2017. 

 

An diesem Montag wurde mir klar, dass sich etwas ändern muss. Dass ich mich ändern muss. 

 

Um die Vorgeschichte kurz zu machen: Ich mache blau. Schluss mit dem Job, Schluss mit Berlin. Festanstellung gekündigt, Wohnung verkauft. Und weil das Meer in Deutschland mehr grau als blau ist, werde ich ans Mittelmeer übersiedeln. Oder konkreter: auf das Mittelmeer. Blauwassersegeln. Es zieht mich in die Türkei. Ein Land, das ich trotz aller Turbulenzen seit mehr als 25 Jahren in mein Herz geschlossen habe. Und das ich für eines, wenn nicht das beste Segelrevier im Mittelmeer halte. Nette Menschen, hübsche Orte, einsame Buchten und kristallklares Wasser. 

 

Ich habe Haus gegen Segelboot getauscht. Nicht einen Tag habe ich seitdem meinen Entschluss bereut.

 

Was seitdem alles passiert ist, lest Ihr in meinem Blog.

 

 

Bis dahin

Jens

 

 


als Wirtschaftsjournalist,

August 2018

als Segler,

August 2019


Das bin ich

Jens Brambusch, geboren 1972 in Düsseldorf und aufgewachsen im beschaulichen Celle in der Lüneburger Heide, ist (beziehungsweise: war) im Hauptberuf Journalist. Das Fernweh trieb ihn während seines Studiums der Islamwissenschaften und Arabistik immer wieder an exotische Orte. Er studierte in Ramallah (Palästina), Izmir (Türkei) und sogar in Würzburg (Bayern), schrieb währenddessen für diverse nationale und internationale Medien.

 

Nach dem Volontariat bei der Regionalzeitung Main-Post und reichlich Erfahrung in der Kleintierzüchter- und Feuwerwehrberichterstattungsszene schlich er sich Anfang 2005 bei der ‚Financial Times Deutschland‘ (FTD) als Blattmacher für das Politikressort ein. Später kümmerte er sich als  Seite-1-Redakteur um die Titelseite der FTD. Da das Dasein als eine Art Schaufensterdekorateur für eine Tageszeitung zwar interessant, aber auf Dauer nicht befriedigend war, wechselte er 2008 in das Reporterteam. Sein Schwerpunkt: Wirtschaftskriminalität. Nach dem Aus der FTD Ende 2012 zog er mit der Redaktion des Wirtschaftsmagazins ‚Capital‘ von der Elbe an die Spree, wurde dort aber nie richtig heimisch. Das Meer war einfach zu weit entfernt. 

 

Brambuschs Reportagen wurden für den Deutschen Journalistenpreis (2012 und 2017), den Ernst-Schneider-Preis (2017) oder den Medienpreis Mittelstand (2018) nominiert. 2014 gewann er den Deutschen Wirtschaftsfilmpreis mit dem WDR-Team von Plusminus und 2016 den Medienpreis Luft- und Raumfahrt. Seit 2015 ist er Mitglied der Jury „Investigativ“ beim Nannen-Preis. 

 

Privat liebt Brambusch das Wasser. Als Jugendlicher ruderte er täglich, war Deutscher Meister im Leichtgewichtsvierer und Leichtgewichtsachter. Jetzt, da er schwerer ist, segelt er lieber. Zur Entspannung auf dem Müggelsee oder besser noch: auf dem Mittelmeer. Die Begeisterung für das Segeln ist angeboren. Schon als Kind schleppten ihn seine Eltern jede Ferien und jedes Wochenende auf das Familienboot. Mit 16 Jahren machte er die ersten Sportbootführerscheine, um fortan selbst mit Freunden segeln zu gehen. Dass dabei das Familienboot mehrmals Schaden nahm, ist natürlich nur dem jugendlichen Leichtsinn zuzuschreiben.

 

Wenn er Action sucht, steigt er in seinen Strandsegelwagen und brettert mit über 100 Stundenkilometern über die Sandbank von Sankt Peter-Ording. Beim Yachtclub Sankt Peter-Ording ist er seit Jahren für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. In den vergangenen Jahren hat er sich mehrfach für Europa- und Weltmeisterschaften qualifiziert, was weniger seinem Talent geschuldet ist, als der zahlenmäßig überschaubaren Konkurrenz in Deutschland. International treibt er das Feld dann erbarmungslos vor sich her und ruht sich auf dem olympischen Gedanken aus. 

  

Brambusch, kinderlos und ungebunden, lebte zuletzt in Hamburg und in Berlin. Und seit Oktober 2018 in der Türkei.