Segeln, wenn andere Schneeschippen

(Text aus Video) Während es in Europa bitterkalt ist, mit Schnee und Eis, üben wir schon einmal den Sommer. Mit drei Boote und einem Apartment auf zwei Kufen sind wir für ein paar Tage nach Kekova gesegelt, um ein bisschen Spaß zu haben. Vorausgegangen waren drei Wochen harte Arbeit an Land. 

Die to-do-Liste war lang. Neben einem neuen Coppercoat-Anstrich bekam die Dilly-Dally auch einen neuen Zierstreifen, wurde drei Mal poliert, ich kaufte eine neue Ankerkette mit 80 Metern, wir tauschten ein altes Seeventil gegen ein neues,  reparierten eine Fußpumpe, schraubten an den Batterien und verlegten neue Leitungen. 

 

Dann war es endlich so weit. Die Dilly-Dally war wieder im Wasser und wir konnten das erste Mal in See stechen. Mal schauen, wie sich der neue Coppercoat-Anstrich auf die alte Lady auswirkt? Und wir waren begeistert. Wir segelten relativ konstant mit sieben Knoten bei 12 Knoten Wind. Nicht schlecht!

 

Mit dabei war Jan auf seiner Makamae, Karsten mit seiner Barrakuda of Denmark, die wir am Vortag Probe gesegelt haben, und Rainer mit seiner Lagoon. 

 

Mit optimalen achterlichen Winden erreichen wir das 21 Seemeilen entfernte Kekeova schon nach dreieinhalb Stunden. Gegen Ende briste der Wind sogar noch einmal auf 30 Knoten auf und die Dilly-Dally erreichte Geschwindigkeiten von his zu neun Knoten. Jan ist der erste am Ziel, dann kommen wir, dann Karsten mit seiner Barrakuda. 

 

Wie immer, wenn der Anker gefallen ist, bringen wir erst mal das Beiboot zu Wasser. Schließlich will der Hund auch mal an Land. An den grünen Plastikrasen hat er sich leider noch nicht gewöhnt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Cingene Beibootfahren einfach Spaß macht. Als letzter kommt Rainer mit seinem schwimmenden „Reihenhaus“ in unserer Bucht an. Aber er hat eine gute Ausrede. Knapp hatte er die griechische Seegrenze touchiert, sofort stellte ihn die Küstenwache. 

 

Am nächsten Morgen wartet, wie immer, die erste Gassi-Runde. Und weil die See immer noch fast 20 Grad hat, steht eine Runde Wakeboarding nichts im Wege. Natürlich lässt sich Arzum die Gelegenheit nicht entgehen, zum ersten Mal in ihrem Leben Wakeboarding auszuprobieren. Aber aller Anfang ist schwer. 

Dann ist auch schon wieder Freitag. Wir müssen zurück. In der Türkei gibt es am Wochenende eine Ausgangssperre (wegen Corona). Und zu allem Überfluss regnet es. Zumindest anfangs. Nach ein paar Stunden sind wir schon wieder bei der griechischen Kastellorizo - und damit fast zu Hause, in der Marina von Kas. 

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